25 Jahre Peter-Pirazzi-Stiftung

Stifter müssen geborene Optimisten sein, denn sie besitzen, abgesehen von einer großen Zuneigung zum geförderten Personenkreis, ein starkes Vertrauen in die dauerhafte ökonomische und politische Stabilität nicht nur ihres Landes, sondern auch des gemeinsamen europäischen Hauses. Für ein Engagement reicht Optimismus aber nicht aus. Vielmehr ist es eine tiefe Verbundenheit mit der Region und der Intention des Unternehmens, das hinter der Stiftung steht.

Als Ella Pirazzi am 20. Juli 1991 am Stammsitz des Unternehmens PIRASTRO in Offenbach in Gedenken an ihren Adoptivsohn Peter die Stiftung gründete, hatte sie eine klare Vorstellung. Mit dem Erlös der Stiftung sollten zukünftig besonders begabte Schüler und Studierende gefördert und Einzelprojekte wie Wettbewerbe, Meisterkurse und das Geigenbauhandwerk unterstützt werden. Es zeigt ihr großes Vertrauen an den von ihr benannten Vorstand, dass sie keine weiteren Vorgaben formulierte. Dadurch eröffnete sich ein Handlungsspielraum, der Fördermaßnahmen in nahezu allen Bereichen ermöglichte: Basisförderung in der Schule, Forschungs-Förderung im Handwerk, Einzelförderung für finanziell bedürftige junge Künstler, Orchesterprojekte, Meisterkurse und schließlich langfristige Teilhabe an einem Streicherklassen-Konzept, das bundesweit Resonanz erntete. Für diese Vielfalt an Fördermaßnahmen wurde seit der Gründung über 1 Million Euro ausgezahlt.